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Kundenforum bei weil engineering

Kundenforum weil engineering 2009

Mit der Kombination von Vorträgen zu Neuentwicklungen von weil engineering und Maschinenpräsentationen startete am 24.6. das diesjährige Kundenforum mit dem Titel „Zukunft schaffen mit weil engineering".

Die durch Wolfgang Weil in einem zusammenfassenden Beitrag vorgestellte vollautomatische Fertigungsanlage für Druckbehälter beeindruckte sowohl im Vortrag wie in der anschließenden Begehung das anwesende internationale Publikum.
In der Anlage vereinen sich bekannte weil-Technologien wie die modulare Verkettung von Abstapeleinheit mit Runde- und Schweißmaschine mit neuen Maschinenlösungen.
Mit dem Einsatz von 4 8kW Lasern, 8 Strahlweichen und einem Prozessleitsystem werden im 15 Sekundentakt vollautomatisch Druckbehälter im Durchmesserbereich 100 - 300 mm, Behältergrößen von 100 bis 1000 mm in Blechstärken von 2 mm, gefertigt. Eine Umrüstung der Gesamtlinie auf ein anderes Produkt innerhalb der technischen Eckdaten der Anlage kann durch zwei Mann in 20 Minuten bewältigt werden.
Die technischen Vorteile des lasergeschweißten Druckbehälters sind das Fehlen von Korrosionskanten und unverschweißten Spalten. Das Risiko von Bindefehler ist minimiert (im Vergleich zur MAG-Verschweißung),des weiteren keine Spritzerbildung, geringere Wärmeeinbringung und ein günstiger Spannungsverlauf in allen Schweißnähten.
Für die Verschweißung der einzelnen Behälterteile (Muffen auf Mantel, Muffen auf Boden oder Deckel der Druckbehälter) wird ein von weil engineering weiterentwickelter Laserschweißkopf (Rotationsoptik) eingesetzt
Der Schweißkopf - vorgestellt von Richard Petersen - ist als modulares Konzept entwickelt und verfügt je nach Ausbaugröße zwischen 1 bis 4 optischen Achsen zuzüglich möglicher Bauteilachsen und ist somit in der Lage, jeden Raumpunkt innerhalb eines Kubus von 700 mm Kantenlänge mit dem Laserstrahl zu erreichen. Die Kinematik des Schweißkopfes schweißt rotationssymmetrisch exzellent Linear-, 2D- wie 3D-Nähte.
Bisherige Einsatzfelder waren Lüftungsklappen mit bis zu 13 Bauteilfügungen einschließlich freier 3D-Nähte. Die Innovation liegt neben anderem in einer Neuanordnung aller Medienkanäle, die einen Schwenkwinkel der B-Achse (Vertikale) ± 110° und in der C-Achse (Horizontale) um ± 210° gestatten.
Im Einsatz in dieser Schweißkopf in der sog. Laser welding cell (LWC), einer kompakten Anlage mit aktuell bis zu zwei Stationen, die je nach Bauteilarchitektur und -aufnahme für vielfältigste Schweißaufgaben eingesetzt werden kann. Die vier Achsen der Bearbeitungsoptik in Verbindung mit einer oder mehreren Werkstückachsen ermöglichen eine dreidimensionale Bearbeitung.
Über flexible Produktionslösungen unter dem Motto „Easy-to-use" referierten Hubert Rawyler und Andreas Graf über den FlexistarTM, eine effiziente Rohrproduktionsanlage für die wirtschaftliche Rohrproduktion. Mittlerweile wird neben einer alternierenden Produktion von zwei oder mehr Durchmessern ohne Werkzeugwechsel, eine sequentielle Produktion von Innen- und Außenrohren oder eine Joblist-gesteuerte Produktion durch den optimalen Materialfluss bereits in der Produktion eingesetzt.
Reduzierter Materialeinsatz - da keine Zwischenlagerung von halbfertigen Produkten - gestattet eine Just-in-time-Produktion und damit eine höchst wirtschaftliche Produktion mittlerer bis hoher Losgrößen. Die Anlage ist sowohl für eine Einzelrohrfertigung in der Basiskonfiguration wie für eine Doppelrohrfertigung (Erweiterung des Abstaplers um zwei weitere Aufnahmepositionen) für eine Fertigung ab Platine konzipiert.
Bei Fertigung mehrerer Durchmesser bei konstanter Länge ist mit Anbindung einer Coillinie Einzel- wie Doppelrohrfertigung bzw. „chaotische" Produktion möglich.
In der Kooperation weil engineerings mit der Firma conntronic wurde die Palette der Schweißanwendungen um CD-Schweißprozesse (Capacitor Discharge welding) erweitert. Robert Bock stellte in seinem Beitrag neue Entwicklungen der Firma conntronic vor, deren Ziel hochwirtschaftliche Verschweißungen unterschiedlicher Metalle, oberflächenbeschichteter Werkstücke, Gusswerkstoffe und wärmeempfindliche Bauteile sind. Die neuentwickelte CD-Zange für Punktschweißungen eignet sich optimal für den Einsatz am Industrieroboter und für Schweißungen mit Aluminium oder Edelstählen. Der Vortrag zeigte an mehreren Beispielen die niedrigeren Investkosten gegenüber anderen Schweißlösungen an konkreten Bauteilen und deutlich niedrigeren Taktzeiten bei Einsatz einer CD-Anlage.
Service ist mittlerweile bei weil engineering ein vielgestaltigeres Thema geworden, wie der Beitrag von Wolfgang Bareiss signalisierte. Akuteinsätze im Fall von Produktionsausfällen oder Maschinenschäden könnten durch kluge Nutzung der weil-Serviceleistungen vorbeugend vermieden werden. Neben Beratungs- und Trainingsangeboten umfasst die Servicetätigkeit heute bei weil engineering Bau- und Entwicklung von neuen Werkzeugen für installierte Anlagen auf Kundenanfrage, Vermittlung von Gebrauchtmaschinen, Upgrading und Überholungen.
weil engineering ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Kundentage sehr zufrieden und freut sich über die begeisterten Rückmeldungen seiner Besucher.